Die bayerische Wirtschaft
zum Dashboard Konjunktur

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen

Sie haben keine Login-Daten?

Login-Daten beantragen
Zur Übersicht
Themen und Services/Mobilität/Infrastruktur

Letzte Aktualisierung: 09. Juni 2026

Politischer Dialog Brüssel

Der Industrial Accelerator Act zwischen Anspruch und Wirklichkeit

 Christine Völzow
Christine Völzow
Geschäftsführerin, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik
Telefon +49 (0) 89-551 78-251 Mobil +49 (0) 151-649 573 38
Dr. Manuel Schölles
Leiter des Verbindungsbüros Brüssel
Telefon +49 (0) 89-551 78-301 Mobil +49 (0) 172-837 89 61
Dienstag, 30.06.2026
17:00 bis 18:30 Uhr

Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union, Marstallgebäude
Rue Wiertz 77
1000 Brüssel

Termin im Kalender vormerken

Code

VA99300

Anmeldeschluss Mon Jun 29 17:00:00 CEST 2026

Infos als PDF herunterladen

Der Industrial Accelerator Act (IAA) markiert einen Paradigmenwechsel in der europäischen Industriepolitik: Insbesondere mit verbindlichen Anforderungen an öffentliche Beschaffung und Förderung („Made in EU“- und Low-Carbon-Kriterien) und einem neuen Regime für ausländische Direktinvestitionen greift die EU tief in die Rahmenbedingungen für Produktion und Investition ein.

Auf Einladung der vbw und der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU beleuchten Expert*innen aus Politik und Wirtschaft den Regelungsrahmen des IAA. Dabei sollen unter anderem folgende diskussionsbedürftige Punkte erörtert werden:

  • Der IAA schafft mit Nachweispflichten für Ursprung und CO₂-Intensität neue Dokumentations- und Compliance-Anforderungen, die für Unternehmen eine spürbare Belastung darstellen können. Die Frage ist, ob der Wirtschaftsstandort diese zusätzliche Bürokratie verträgt, ohne an Investitionsattraktivität zu verlieren.
  • Die Local-Content-Kriterien des IAA, insbesondere die Made-in-EU-Anforderungen bei Elektrofahrzeugen, Batterien und Net-Zero-Technologien, greifen gezielt in bestehende globale Wertschöpfungsketten ein und könnten dazu führen, dass bewährte internationale Lieferbeziehungen aufgegeben werden müssen, Produktionskosten steigen und nachgelagerte Industrien mit höheren Preisen belastet werden.
  • Der IAA bewegt sich in einem handelspolitisch sensiblen Spannungsfeld: Einerseits schützt die Gleichstellungsklausel wichtige Handelspartner vor Diskriminierung, andererseits riskiert die EU mit ihren Local-Content-Anforderungen Vergeltungsmaßnahmen von anderen Drittstaaten.

Bei all diesen Fragen gilt es, zwischen den verschiedenen Interessen, z. B. der Grundstoffindustrie und der weiterverarbeitenden Industrie, abzuwägen.

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird zudem online gestreamt. Bitte wählen Sie beim Anmeldeprozess die Art Ihrer Teilnahme. Veranstaltungssprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Simultanübersetzung Deutsch-Englisch stellen wir zur Verfügung.

Programm

16:30

Empfang der Gäste

17:00

Begrüßungen und Einführung

Hubert Aiwanger MdL, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und stv. Ministerpräsident des Freistaats Bayern

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

17:10

Keynote

Kerstin Jorna, Generaldirektorin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GD GROW), Europäische Kommission

17:20

Impuls aus wissenschaftlicher Perspektive

Prof. Dr. Hubertus Bardt, Geschäftsführer, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.

17:30

Moderierte Diskussion

Bertram Brossardt

Christian Doleschal MdEP, EVP, Deutschland, Europäisches Parlament

Kerstin Jorna

Dr. Frank Niederländer, Vice President & Head of European Governmental Affairs, BMW Group, Brüssel

Philipp Offenberg, Head of Government and Executive Affairs Office Brussels, Siemens Energy

17:30

Moderation

Olga Scheer, EU-Korrespondentin, Handelsblatt Brüssel

18:30

Ende der Veranstaltung und Get-together

Unsere Gäste

Hubert Aiwanger MdL
Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach geboren und ist römisch-katholischen Glaubens. Aufgewachsen in Rahstorf im niederbayerischen Landkreis Landshut, absolvierte er 1990 sein Abitur am Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg. Nach seinem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr begann er 1991 ein Studium der Agrarwissenschaften an der Fachhochschule Weihenstephan.
1995 schloss Hubert Aiwanger sein Studium erfolgreich als Diplomagraringenieur ab und trat in den landwirtschaftlichen Familienbetrieb ein.
Die politische Karriere von Hubert Aiwanger begann mit seinem Eintritt bei den FREIEN WÄHLERN. Seit 2006 führt er als Landesvorsitzender die bayerischen FREIEN WÄHLER, seit 2010 ist er zudem Bundesvorsitzender der Partei.
Im Jahr 2008 wurde Hubert Aiwanger in den Bayerischen Landtag gewählt. Bis Oktober 2018 war er dort Fraktionsvorsitzender der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion.
Als Bayerischer Wirtschaftsminister verantwortet Hubert Aiwanger die Politikfelder Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie Jagd und Forst.
Neben seinem Amt als Bayerischer Staatsminister und stellvertretender Ministerpräsident in Bayern ist Hubert Aiwanger seit 2008 in der Kommunalpolitik tätig. Er ist Stadtratsmitglied in Rottenburg an der Laaber und Kreistagsmitglied im Landkreis Landshut.
Bertram Brossardt
Bertram Brossardt studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss daran seinen Referendardienst an. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen begann er seine berufliche Karriere 1988 als Referent für Forschungsförderung und Zusammenarbeit Wirtschaft/Wissenschaft im Bayerischen Wissenschaftsministerium. 1992 wurde er Büroleiter des damaligen Staatssekretärs im Bayerischen Wissenschaftsministerium Otto Wiesheu und leitete ab 1993 auch dessen Büro, als dieser Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie wurde. Von 1998 bis 2002 hatte Brossardt im Bayerischen Wirtschaftsministerium den Posten des Ansiedlungsbeauftragten inne und war dort anschließend von 2002 bis 2005 Leiter der Abteilung Außenwirtschaft und Standortmarketing. Seit 2005 ist Bertram Brossardt Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sowie Vizepräsident der vbw.
Kerstin Jorna
Seit 1. April 2020 ist Kerstin Jorna ernannte Generaldirektorin der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU in der Europäischen Kommission.

Von Dezember 2016 bis März 2020 war Kerstin Jorna stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen (GD ECOFIN). Sie war zuständig für haushaltspolitische und makroökonomische Überwachung in mehreren Mitgliedstaaten, Analyse und Überwachung makroökonomischer Ungleichgewichte und Strukturreformen sowie den Europäischen Fonds für strategische Investitionen.

Frau Jorna arbeitet seit 1990 bei der Europäischen Kommission und übernahm 1999 ihre erste Führungsposition als stellvertretende Referatsleiterin. Über 10 Jahre hinweg sammelte sie umfassende politische Erfahrung durch ihre Tätigkeit in den Kabinetten, zunächst als Mitglied der Kabinette Barnier (Regionalpolitik und institutionelle Angelegenheiten) und Verheugen, anschließend als stellvertretende Kabinettchefin im Kabinett Barnier und später als Kabinettchefin von Kommissar Barrot (Verkehr, Justiz und Inneres).

In der Kommission Barroso II war sie als stellvertretende Kabinettchefin und später als Kabinettchefin von Kommissar Barnier (Binnenmarkt und Finanzdienstleistungen) tätig.
Christian Doleschal MdEP
2007 Abitur am Otto-Hahn Gymnasium, Marktredwitz
2008 Mitglied des Gemeinderates Brand; Mitglied der Bundesvorstandschaft der Jungen Union Deutschland
2011 Bezirksvorsitzender der Jungen Union Oberpfalz
2014 Erstes Juristisches Staatsexamen (Studium an den Universitäten Bayreuth und Regensburg)
2014 Spitzenkandidat der JU Bayern zur Europawahl 2014, Listenplatz 9 der CSU Europaliste
2015 Mitglied im CSU Parteivorstand
2017 Zweites Juristisches Staatsexamen Oberlandesgericht Nürnberg
2017 bis 2019 Rechtsanwalt bei einem europaweittägigen Bauunternehmen
Seit Mai 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments
Seit August 2019 Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern

Öffentliche Ämter:
Mitglied der Bundesversammlung 2022
Mitglied des europäischen Parlaments seit 2019
Mitglied des Kreistags Landkreis Tirschenreuth seit 2020
Mitglied des Gemeinderates in Brand seit 2008

Parteiämter:
Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern seit 2019
Vorsitzender der CSU-Rentenkommission

Sonstige Ämter:
Mitglied im Kuratorium der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum und Umweltstation des Zisterzienserinnen Abtei Waldsassen
Mitglied des Beirats für Sparkassenpolitische Grundsatzfragen
Mitglied des Beirats der Akademie für Politische Bildung Tutzing
Dr. Frank Niederländer
Dr. Frank Niederländer ist Vice President of Government Affairs Europe der BMW Group. Seit August 2023 leitet er die Abteilung Regierungsangelegenheiten Europa der BMW Group in Brüssel. Seit November 2019 gehört er dem Stiftungsrat der „Stiftung für verantwortungsbewusstes Eigentum“ an, seit Mai 2020 ist er Vorstandsmitglied der „Stiftung Katapult“ und seit April 2020 Vorsitzender des Verwaltungsrats der „Bundesinitiative Impact Investing“. Von Januar 2018 bis Juli 2023 war er Mitglied des Verwaltungsrats der „BMW Foundation Herbert Quandt“. Für die BMW Group ist er bereits seit 1991 tätig, zunächst mit einem einjährigen Aufenthalt in den USA.
+dsgvo+
Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung fotografiert / gefilmt und das Bildmaterial ggf. im Internet oder in einer unserer Publikationen veröffentlicht wird.

Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S.1 lit. f DS-GVO. Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie gem. Art. 21 Abs. 1 DS-GVO dieser Ver­arbeitung aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, widersprechen können. Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten dann nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Inte­ressen, Rechte und Freiheiten überwiegen oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Der Widerspruch ist zu richten an:

vbw
Max-Joseph-Str. 5
80333 München
E-Mail: datenschutz@vbw-bayern.de

Weitere Informationen zum Datenschutz, insbesondere den Informationen gem. Art. 13/14 DS-GVO, finden Sie unter www.vbw-bayern.de/02dsv
Seite drucken